CHRONIK


Bereits 1953 gründeten einige begeisterte Tischtennisspieler eine neue Abteilung im TSV Königsbrunn, die Tischtennisabteilung.
Die Gründungsmitglieder waren Alfons Braun, Eugen Graser, Hermann Goggele, Willi Ehlert, Rudolf Wüst, Eduard Faßler, Hermann Krein, Edmund Luger, Josef Rott und Fritz Brenner. Als ersten Abteilungsleiter wählten diese dann Willi Ehlert. Als Spielräume mussten seinerzeit das Tanzlokal des Saalbaus Königsbrunn herhalten sowie das Hotel Zeller und die beiden alten Schulhäuser.
Zunächst wurden nur Freundschaftsspiele mit den Nachbarschaftsvereinen TSV Schwabmünchen und TSV Haunstetten bestritten. Die Mannschaft der ersten Stunde bestand aus den Spielern Goggele, Krein, Luger, Braun, Günther und Graser. Das erste Spiel gegen den TSV Schwabmünchen ging leider mit 5:9 verloren. Jedoch bereits im September 1953 war eine Mannschaft der BSG Einheit Meiningen aus Thüringen zu einem Freundschaftsspiel in Königsbrunn zu Gast.
Die Punktspielrunde begann dann im Herbst 1953 in der untersten Spielklasse. Dieses erste Spieljahr konnte dann mit einem guten Mittelplatz abgeschlossen werden. In den darauffolgenden Jahren ging es mal rauf und mal runter.

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Die Spieler der ersten Stunde (v.l.): Hermann Krein, Alfons Braun, Engelbert Nickl, Willi Ehlert, Adi Frisolda, Edmund Luger, Eugen Graser

Neuen Aufschwung gab es dann ab 1957 in der Abteilung unter der neuen Führung von Eugen Graser mit dem Aufbau von Jugendmannschaften, der damals schon erkannte, dass das die Basis eines jeden Vereines ist. Der erste große Erfolg mit einer Jungenmannschaft stellte sich 1960 mit der Erringung der Schwäbischen Meisterschaft sowie mit der Südbayerischen Vizemeisterschaft ein. Zu diesem erfolgreichen Team gehörten H. Dürner, G. Wüst, G. Mögele, W. Klopper, H. Kring und R. Lang.

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v.l.: Heini Dürner, Günter Wüst, Gerhard Mögele, Winfried Klopper, Heinz Kring, Reinhold Lang

Vier Jahre danach wiederholte die neu formierte Jungenmannschaft mit R. Hübner, G. Steininger, A. Treischl, und H. Hübner das gleiche Kunststück und holte die gleichen Titel.

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v.l.: Georg Steininger, Johann Misof, Andreas Treischl, Niki Pinnel, Josef Reiber, Alfred Schrödl, Heinz Hübner, Roland Hübner

Einen noch größeren Erfolg erzielte 1968 die Jugendmannschaft mit N. Pinnel, A. Schrödl, V. Klaus, H. Schwarz und E. Pinnel. Sie wurden Schwäbischer Meister und Südbayerischer Meister und unterlagen erst im Endspiel um die Bayerische Meisterschaft der SGS Erlangen.

Bereits 1957 formierte sich eine Damenmannschaft mit Martha Goggele, Gerda Granz und Hildegard Nickel und bestritt Freundschaftsspiele, bis man 1961 erstmals in die Punktspielrunde eingriff. Die damalige Damenmannschaft bildeten die Spielerinnen Hannelore Andresen, Heidi Welsch, Annedore Okrent, Roswita Baumann und Waltraud Kriesten.

Auf Grund der hervorragenden und gezielten Jugendarbeit konnten im Laufe der ersten Jahre unter Leitung von Eugen Graser bis zu drei Jungen-, vier Herren- und zwei Mädchenmannschaften gestellt werden.
Der größte Erfolg im Erwachsenenbereich war in der Saison 1968/69 der Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die 1. Schwabenliga. Im gleichen Jahr wurde die 2. Mannschaft Kreisligameister und die 3. Mannschaft Kreisklassenmeister.

Einer der Höhepunkte der Vereinsgeschichte war der Auftrag, den Länderkampf Bayern gegen Peru auszurichten. Die Spiele fanden in der Turnhalle des Gymnasiums statt und Bayern gewann bei den Herren mit 5:1 und bei den Damen mit 3:0. Auf Grund der großen Aktivitäten des Vereins wurde im gleichen Jahr in Königsbrunn ein Tischtennis-Trainingszentrum für den Bezirk Schwaben eingerichtet, das jedoch nach einigen Jahren wieder eingestellt wurde.

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25 Jahre Tischtennis im TSV Königsbrunn (v.l.): Willi Ehlert, Edmund Luger, Martha Goggele, Eugen Graser, Hermann Krein, Rudolf Wüst, Vinzenz Häubl, Alfons Braun

Den größten Anteil am Aufbau und dem Bestehen der Abteilung hatte und hat noch immer der langjährige Vorstand Eugen Graser, der die Abteilung bis 1982 insgesamt 26 Jahre leitete. Nur durch größten persönlichen Einsatz von ihm konnten die beschriebenen tollen Erfolge während seiner Amtszeit möglich werden. Eugen Graser ist noch heute als Spieler aktiv und als Ehren-Abteilungsleiter die Seele der Tischtennisabteilung.

1982 begann dann mit Franz Fischer eine neue Ära, die bis 1990 dauerte. Unter seiner Amtszeit als neuer Abteilungsleiter und Nachfolger von Eugen Graser wurde u.a. die Mädchenmannschaft mit Sabine Schreiber und Petra Schober 1984 Bayerischer Pokalsieger.

Bei den Damen errang 1986 die 1. Mannschaft mit den Spielerinnen Petra Schober, Sabine Schreiber, Christa Schober, Erna Kraus und Heidi Graser den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Sie errangen ohne Niederlage die Meisterschaft und stiegen damit in die 2. Bezirksliga auf.
1989/90 wurde die neuformierte Mädchenmannschaft in der Besetzung Silke und Kerstin Seefried sowie Eva Dumberger Schwäbischer Pokalsieger.
Bei der Jugend konnte der Verein weitere Erfolge erzielen. So wurde Kerstin Seefried 1986 Siegerin im Schwäbischen Jahrgangsturnier und konnte bei den Bayerischen einen hervorragenden achten Platz erringen. Außerdem wurde sie 1988 noch Siegerin bei den durch die Abteilung ausgerichteten Landkreismeisterschaften.
Natalie Steger wurde bei den Mädchen Schwäbische Meisterin 1989 in ihrer Altersklasse und Fünfte bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften 1990!
Selbst bei den Anfängern konnte man 1997 einen großen Erfolg verbuchen. So wurde Yvonne Hadamik bei den alljährlich stattfindenden Mini-Meisterschaften Schwäbischer Meister und Bayerischer Vizemeister.

Dank der Aktivitäten der Abteilung wurde 1983 und 1988 dem Verein die Ausrichtung der Schwäbischen Meisterschaften sowie 1988 die erwähnten Landkreismeisterschaften übertragen.

1984 wurde der Grundstein für die alljährlich stattfindenden Königsbrunner Stadtmeisterschaften gelegt. Damit wurde ein Turnier ins Leben gerufen, mit dem der TSV Königsbrunn in ganz Südbayern und darüber hinaus bekannt wurde. Mit einer Teilnehmerzahl zwischen 200 und 300 pro Jahr aus nahezu ganz Bayern wurde ein Turnier geschaffen, das alljährlich während der Gautsch stattfindet und auf das der TSV Königsbrunn mit Recht stolz sein kann. Dazu kommt noch, dass sich auch Spieler aus den eigenen Reihen gegen große Konkurrenzen durchsetzen konnten und Königsbrunner Stadtmeister wurden, so zum Beispiel:
1985 Petra Schober (Mädchen AK I)
1986 Petra Schober (Mädchen AK I)
1987 Kerstin Seefried (Mädchen AK IV)
1989 Kerstin Seefried (Mädchen AK III
1996 Michael Radmüller (Herren D-Klasse)
1998 Christoph Hertlen (Herren D-Klasse)
1999 Alfred Simon (Herren-C-Klasse)
2001 Andreas Schlafer (Herren-D-Klasse)

Nach acht Jahren erfolgte dann 1990 ein Wechsel an der Abteilungsspitze. Reinhold Lang, bereits ein Jahr Stellvertreter, wurde neuer Abteilungsleiter. Er führte die Tischtennis-Abteilung erfolgreich über vier Jahre.

Seit 1994 ist nun Georg Wild Abteilungsleiter, und das hoffentlich noch recht lange. Sein Motto lautet, genauso wie das von Eugen Graser, ohne zielgerichtete Jugendarbeit ist kein Verein auf Dauer am Leben zu erhalten. So hat er als Erstes die Trainingsbedingungen für die Jugend verbessert. Z. Zt. stehen 2 Übungsleiter an jeweils 3 Wochentagen den interessierten Jugendlichen zur Verfügung.

Die ersten Früchte kann man an der Zahl der jugendlichen Mitglieder sehen, die von Jahr zu Jahr steigt. In der Saison 2002/2003 nahmen insgesamt fünf Jungenmannschaften an der Punkterunde teilnahmen.
Besonders hervorzuheben ist da die 1. Jungenmannschaft mit den Spielern W. Scheuringer, J. Pech, J. Zöller und T. Keles, die in der Saison 2001/2002 den Aufstieg von der Bezirksoberliga in die Bayernliga geschafft hatte. Außerdem wurde 2002 die Jungenmannschaft mit den Spielern T. Keles, C. Wild, C. Schupp und T. Paul Schwäbischer Mannschaftsmeister der Schüler A.

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Schwäbische Mannschaftsmeister 2002 (v.l.): Tobias Paul, Christopher Wild, Tarik Keles und Christian Schupp

In dieser Zeit ist im Erwachsenenbereich besonders zu erwähnen, dass Andreas Schlafer 2001 Schwäbischer Meister in der Herren D-Klasse wurde und damit die Startberechtigung für die Bayerische Einzelmeisterschaft errang.
Ein weiterer Höhepunkt war bereits 1997/98 der Aufstieg der 1. Herrenmannschaft mit den Spielern B. Riehm, J. Bauer, F. Walther, S. Lang, K. Götzenbrugger und G. Platzer von der Bezirksklasse in die Bezirksliga.

Im Jubiläumsjahr 2003 zählte die Abteilung insgesamt 78 Mitglieder. In dieser Saison nahmen vier Herren- und fünf Jungenmannschaften an der Punktspielrunde des BTTV teil - so viele wie noch nie zuvor.

Ein weiteres, aber deswegen nicht weniger wichtiges Motto von Georg Wild ist der Zusammenhalt in der Abteilung. So fördert er stark, wie schon seine Vorgänger, das Vereinsleben auch außerhalb des Tischtennis, unter anderem mit der alljährlichen Weihnachts- und Saisonabschlussfeier bzw. dem Grillfest, mit Radtouren, Schafkopf- und Kegelturniere, Ausflüge, etc. Diese Veranstaltungen sind inzwischen ein fester Bestandteil im Leben der Tischtennisabteilung und somit nicht mehr wegzudenken.

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Die Vorstandschaft 2003 (v.l.): Georg Wild (Abteilungsleiter), Niki Pinnel (2. Abteilungsleiter), Andreas Schlafer (Jugendleiter), Eugen Graser (Ehren-Abteilungsleiter), Reinhold Lang (Kassenwart), Dieter Schober (Schriftführer), Jörg Teichmann (Pressewart)

Wir wünschen dieser Vorstandschaft auch weiterhin eine glückliche Hand und der Tischtennisabteilung den verdienten sportlichen Erfolg. Aber auch die Kameradschaft und die Geselligkeit sollten, wie auch in den vergangenen 50 Jahren, nicht zu kurz kommen.

So ist nur zu hoffen, dass die ewig junge Tischtennisabteilung auch die nächsten 50 Jahre so erfolgreich weitermacht und eine wichtige Stütze des TSV Königsbrunn bleibt.

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